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Am 28. Dezember sind wir mit Bico zum Tierarzt gefahren. Er bekam eine Beruhigungsspritze und als die wirkte haben wir ihn gewogen. Dann bekam er die Narkose und die Untersuchung konnte beginnen.
Erst wurde Blut abgenommen und dann die Endoskopie gemacht.
Zuerst fand der Doc den Eingang zur Speiseröhre und Luftröhre nicht. Nachdem er dann mit dem Finger getastet hat, stellte er fest, dass der Kehlkopfdeckel im Weg ist! Der schliesst nicht so wie er soll.
Der Kehlkopf und die Speiseröhre waren gerötet und geschwollen, aber kein Megaösophagus, wie wir vermutet hatten. Ein kleines Magengeschwür war zu sehen, ansonsten nichts auffälliges.
Dann wurde er noch im Halsbereich geröntgt. Auch auf dem Bild war soweit alles OK
Für das Magengeschwür wurde ein Medikament aufgeschrieben, ausserdem noch Prednisolon und etwas zum Weiten der Bronchien, um ihm die Atmung zu erleichtern.
Der Doc meinte, ich könne wie bisher roh füttern.
Die Narkose hat Bico recht gut überstanden. Er war zwar viele Stunden etwas unruhig und versuchte ständig aufzustehen, aber er hatte keine Atemaussetzer wie bei den vorherigen Narkosen.
Das Blutbild war in Ordnung bis auf die Leberwerte und Creatinkinase, die schlecht waren .
Am nächsten Tag gab es dann wie gewohnt Futter. Er frass gut. Seine Atmung war deutlich besser als 2 Tage vorher. Allerdings spuckte er wieder und das Futter hat er nicht vertragen.
In einem Forum bekam ich Kontakt zu einer Ernährungsberaterin, die mir speziell zu seinen Problemen einen Ernährungsplan zusammen stellte. Ich habe für ihn gekocht und er bekam täglich bis zu 7 kleine Mahlzeiten. Die hat er auch immer mit Begeisterung gefressen, obwohl er gerne das bekommen hätte, was es sonst immer gab.
Zur Unterstützung der Leber sollte er Artischockenextrakt bekommen. Davon hat er dann Galle gespuckt. Also habe ich sie weg gelassen. Mariendistel bekam ihm auch nicht. Er reagierte auf alles sehr empfindlich.
Die Atmung war mittlerweile sehr gut. Er hat nicht mehr geröchelt und es war sehr beruhigend für uns.
Am Untersuchungstag wog er nur noch knapp 18 kg. Im Sommer hatte er 21 kg gehabt. Trotz sehr viel Futter, 1400 g am Tag, nahm er weiter ab.
Ab und zu hatte man den Eindruck, dass es besser geht. Er war wieder am Ball im Garten interessiert und spielte kurz damit.
Sein Verhalten änderte sich. Er kam abends nicht mehr mit ins Schlafzimmer, sondern zog sich zurück. Auch wollte er nicht mehr mit Kaya Kontakliegen, so wie wir es von den beiden kennen. Sobald Kaya sich zu ihm legte, ging er.
Die Spuckerei nahm zu. Er spuckte viel Schleim und Mageninhalt, teilweise mit etwas Blut. Meistens musste er viel würgen, manchmal regurgitierte er auch, d.h. ohne Vorwarnung kam das Futter in einem Schwall raus.
Anfang Februar wurde die Atmung wieder schlechter. Die Tabletten halfen nicht mehr. Er spuckte mittlerweile ständig. Dem Doc fiel nichts mehr dazu ein.
Ende Februar fiel mir auf, dass seine linke Brustseite leicht geschwollen ist und dort das Fell ausgeht. Er trank plötzlich sehr viel Wasser und die Atmung verschlechterte sich sehr. Mittlerweile wog er nur noch 15 kg.
Er bekam immer öfter Atemnot, spuckte Schleim, der sehr zäh war, immer öfter mit Blutfäden durchzogen, lief dann hin und her und war sehr unruhig. Wir hatten Angst, er erstickt. Wenn wir draussen waren, dann hob er oft nicht mehr das Bein. Er wurde immer schwächer.
Am 6. März haben wir ihn schweren Herzens im Beisein von Familie und Freunden zur Regenbogenbrücke begleitet.
Er fehlt uns sehr. Er war unser Sonnenschein. Jeden Tag zauberte er uns ein Lächeln oder Lachen ins Gesicht.
So werden wir ihn in Erinnerung behalten, er liebte seine Bälle.
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