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Wieso Kaya zu uns kam
Im Jahr 1999 sind wir ins Bergische Land in ein kleines Haus mit riesigem Garten und Naturteich gezogen. Die Kinder, nun erwachsen, hatten ihre eigenen Wohnungen und der Haushalt verkleinerte sich plötzlich auf 2 Personen.
Im Sommer 1999 holte sich meine Tochter Angela Daisy, eine Staff-Mixhündin, aus einem Tierheim. Erst fand ich sie ja hässlich, aber sie hatte so ein nettes Wesen und wickelte uns ziemlich schnell um den Finger.
Zu der Zeit haben wir sehr oft Kurzurlaube gemacht und auch mal Daisy mitgenommen.
Im Sommer 2000, kurz nach dem Beißunfall in Hamburg und der Entstehung der heftigen Landeshundeverordnung NRW (LHV), wurde in Siegen ein Wurf AmStaff-Mix Welpen von der Polizei beschlagnahmt und ins Tierheim gebracht.
Angela rief uns an und meinte, wir könnten doch einen nehmen, hätten Platz und die Zeit. Ich war sehr zurückhaltend. Der letzte Hund, den ich hatte, war 1980 überfahren worden. Er war so ein Lieber und ich hatte es noch nicht vergessen und wollte eigentlich keinen Hund mehr.
Angela redete mit Gerd, meinem Mann, und der sagte natürlich ja. Ich habe mich breitschlagen lassen und bin am nächsten Tag mit Angela ins Tierheim gefahren. Natürlich waren die Welpen alle süß! Wir gingen in den Zwinger und sie wuselten um uns rum, sprangen uns an und rissen Löcher in unsere Kleidung. Es waren 4 schwarze und ein gestromter. Das war Kaya!
Ich rief Gerd auf der Arbeit an und er meinte, wartet dort, ich komme sofort. Er kam postwendend von Köln nach Siegen gedüst und hat sich die Welpen auch angesehen und war einverstanden mit dem gestromten Welpen.
Nun wurden uns erst mal Löcher in den Bauch gefragt. Natürlich war meine Arbeitszeit von tägl. 6 Stunden für die im Tierheim zu lang. Sie hatten viele Gegenargumente. Wir wurden uns aber doch einig.
Den Vermieter mussten wir auch noch fragen, der hatte aber keine Einwände und fand es gut, dass wir einem Hund der mittlerweile diskriminierten Rasse ein Zuhause geben wollten. Kaya musste noch 3 Wochen im Tierheim bleiben, bis ich Urlaub hatte.
Danach war ich arbeitslos, weil ich nur einen 6-Monatsvertrag hatte. Also Zeit genug, mich um den Welpen zu kümmern.Kaya zog bei uns ein und stellte unseren Haushalt auf den Kopf. Sie hatte Durchfall und ich habe manche Stunde auch nachts mit ihr im Garten verbracht. Sie bekam vom Tierarzt ein Pulver und dann wurde es langsam besser. Das war wohl nur eine Reaktion auf die Umstellung und die für sie ja völlig neue Lebenssituation. Sie ist ein rundum gesunder Hund. Sie war noch nie wirklich krank. Obwohl sie noch ein süßer Welpe war, wurden wir beim Spazieren gehen oft angegiftet. „Das ist ein Kampfhund und der braucht einen Maulkorb!“ Mittlerweile habe ich mich natürlich dran gewöhnt und mir ein dickes Fell zugelegt. Die Leute, die Kaya kennen, wissen, dass sie nur ein Schmusehund ist und ganz lieb mit Menschen. nach oben
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